6 Tipps, wie du keine Zeit mehr verschwendest!

Hin und wieder bin ich auf Blinkist unterwegs und lese oder höre mir eins der gratis Bücher an. Blinkist fasst quasi Bücher in ihrem Grundgedanken zusammen und bietet dir die Zusammenfassung als Text oder in der gesprochenen Version an.

Und weil es da immer wieder mal ein gratis Buch gibt, denke ich mir oft: Na ja kannst ja mal reinhören, kostet ja nichts.

Nun habe ich also letzte Woche ein Buch mir angehört. Natürlich gibt es nicht die begehrten Bücher als Freiversion, aber was soll schon schiefgehen? Und es dauert ja auch nur 15 Minuten maximal.

*Klick* und reingehört. Das Buch, ich habe schon wieder vergessen, wie es hieß, war aber so schlecht, dass mir diese 15 Minuten einfach ewig vorkamen. Es hatte einfach keinen Mehrwert für mich. Ich konnte keine Lehre oder Aha-Moment daraus ziehen.

Verschwendete Zeit

15 Minuten einfach weg.

Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt und somit hatte ich diese Zeit ganz einfach verschwendet. Und sie würde nie wiederkommen.

Mir kamen Fragen in den Kopf:

Warum hast du nicht einfach ausgemacht? War es Hoffnung auf Besserung? War es Angst etwas zu verpassen? Oder war es einfach der Drang es zu Ende zu bringen?

Ich wusste an diesem Punkt einfach nicht, warum ich nicht ausgemacht habe. Was ich allerdings ganz genau wusste, ist, dass ich mich über diese verschwendete Zeit ärgerte. Ich hätte in dem Buch auf meinem Tisch lesen können. Ich hätte ein lustiges Video anschauen können, ich hätte einen Blogbeitrag beginnen können.

Doch ich konnte es nicht. Weil ich 15 Minuten einem Buch zugehört habe, dass mir nichts gebracht hat und dessen Titel ich wenige Tage später bereits wieder vergessen habe.

Ich hätte diese Zeit doch so viel sinnvoller nutzen können.

Zum Glück habe ich “nur” meine Freizeit verschwendet und nicht irgendeine wichtige Aufgabe dafür sausen lassen. Das wäre noch schlimmer gewesen und mein Ärger umso größer. Um es im BWL-Jargon zu sagen:

Je höher die Opportunitätskosten, desto höher der Ärger über die verschwendete Zeit.

Zeit verschwenden: Ein modernes Problem?

Etwas weitergedacht, habe ich mir dann die Frage gestellt, ob dieses Ärgernis auch heutzutage größer ist als früher. Haben wir durch das ständige “connected-sein” und den irgendwie immer vorherrschenden Zeitdruck das Gefühl, dass die uns gestohlene Zeit sehr viel wertvoller ist, als früher?

Vielleicht liegt das auch einfach daran, dass sich unser Gefühl für Zeit verändert hat. Wir messen dem Begriff Freizeit einen viel höheren Wert bei, weil wir das Gefühl haben, dass diese ohnehin schon so knapp ist. Wie ich das genau meine, habe ich bereits in diesem Blogbeitrag besprochen.

Meine Tipps, wie du keine Zeit mehr verschwendest

Keine Zeit mehr verschwenden
Photo by freestocks on Unsplash

1. Eine gute Planung

Wenn du dir einen Zeitplan machst, dann ist es meistens viel einfacher etwas umzusetzen. Ich habe mir beispielsweise die Beitragserstellung meiner Blogs aufgeteilt. Dabei ist es zunächst egal, an welchem Tag ich anfange. Je später ich das allerdings tue, desto mehr muss ich am Ende auch an einem Tag machen. Ergo: Je früher, desto besser.

Meine Planung beinhaltet 8 Schritte.

  1. Ideen Brainstormen
  2. Konkurrenz Analyse / Recherche
  3. Keyword Analyse
  4. Beitrag Schreiben
  5. Foto Recherche
  6. SEO
  7. Newsletter schreiben
  8. Socialposts

Schon alleine, der Fakt, dass es 8 Schritte sind, bedeutet für mich, dass ich an einem Tag mindestens ein Mal 2 Schritte abarbeiten muss. Das ist aber insofern kein Problem, als dass sich “Beitrag Schreiben” und “Foto Recherche” ganz nah beieinander bewegen.

Am Besten wäre es für mich natürlich, wenn ich jeden Tag ungefähr einen oder gar mehr Schritte bewältigen würde. Dann wäre der Plan auf 7 Tage angesetzt und ich könnte mich täglich an das Endergebnis Blogpost rantasten.

Jedoch funktioniert das nicht immer so einfach. Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, aber viele Produktivitätsratgeber empfehlen für deine eigenen Projekte auch Termine zu erstellen, wie du es für Calls, Vorlesungen und Meetings auch tun würdest. Somit hast du eine ganz klare Zeit, in welcher du an deinen Projekten arbeitest.

Mit solch einer Terminplanung wird es auch schwerer, wenn du Freizeitaktivitäten oder andere Termine planst. Du weißt somit auch besser, wann du wirklich freie Zeit hast und kannst ein wenig besser auf unvorhergesehenes reagieren. Wichtig dabei ist aber auch der nächste Tipp.

2. Du musst Prioritäten setzen

Das sage ich ja auch immer wieder. Mit einem Eintrag in deinen Terminkalender maßt du deiner Arbeitszeit an deinem Projekt ja schon eine ähnliche Priorität, wie bspw. deinen Vorlesungen zu. Eigene Projekte werden dadurch auch “offizieller” und schweben nicht in einer To-Do-Liste herum, die man irgendwann, bei Zeit, vielleicht mal abarbeiten könnte.

Wenn du keinen Kalender verwendest…. wie organisierst du dich dann? Wäre es nicht Zeit sich einen anzuschaffen?

Und wo wir schon bei kleinen Helferlein sind:

3. Bitte nicht stören!

Produktivität: Bitte nicht stören
Photo by Dan Meyers on Unsplash

Wenn ich konzentriert an etwas arbeiten möchte, dann verwende ich seit ein paar Wochen den “Focus Mode” meines Handys. Sehr praktisch wenn nicht permanent irgendwelche Benachrichtigungen reinflattern sollen. Dann verliere ich nicht so einfach den Fokus und kann effizienter arbeiten. Ich verschwende keine Zeit mehr damit, alle Sätze dreimal zu lesen, weil ich wieder von einer neuen Benachrichtigung aus der Konzentration gerissen wurde.

Dazu brauchst du aber nicht unbedingt einen “Focus Mode”. Auch einfach dein Handy in den Flugmodus zu schalten, kann den gleichen Effekt haben. Oder, wenn du nicht gleich so radikal sein willst, einfach auf Lautlos schalten und das Handy weglegen. Funktioniert allerdings nur dann, wenn du selbst die Disziplin hast, nicht ständig draufzuschauen.

Ich gebe zu, dass fällt mir manchmal auch nicht leicht. Aus diesem Grund habe ich angefangen manche Apps zeitlich zu begrenzen. Es ist erschreckend, dass ich fast täglich drei Stunden am Handy bin. Über 100 Benachrichtigungen gesellen sich dazu. Da ist es ja klar, dass ich nicht produktiv bin und meine Zeit quasi nur verschwende.

Nach einigen Wochen Test, kann ich aber sagen, dass der Focus Mode und die zeitliche Begrenzung einiger Apps, wie bspw. Instagram, mir dabei helfen, meine Zeit besser zu nutzen und sie nicht zu verschwenden.

Wenn dir das noch nicht genug Anreiz ist, gibt es eine App namens “Forest”. Ich habe sie selbst noch nicht ausprobiert, habe von Freunden allerdings gehört, dass sie durch die Gamification dabei hilft, sich für längere Zeit zu konzentrieren.

Wenn du mit der Stille nicht umgehen kannst, lege dir eine Produktivitätsplaylist an. Ich verspreche dir, dass wenn du diese immer beim Arbeiten hörst, du irgendwann automatisch in den Arbeitsmodus wechselst, sobald du sie hörst.

Ich persönlich höre gerne den Sunshine-Live Techno Stream beim Arbeiten.

4. Transitzeiten nutzen

Gut, das fällt aktuell wohl eher flach. Ich kann aber aus meiner Erfahrung vor Corona berichten, dass sich die Fahrt in der U-Bahn gut zum Bücherlesen oder Podcast hören anbietet. Die Zeit, die wir sonst nur mit rumstehen und Leute beobachten verschwenden, kann so effektiv genutzt werden. Apps, wie Blinkist bieten sich dafür an. Diese fasst Bücher in ungefähr 15 Minuten zum Lesen oder hören zusammen. Genau richtig für die U-Bahn-Fahrt.

Wichtig hierbei ist, dass du dir bewusst bist, dass ich hier nicht möchte, dass du anfängst Multitasking zu betreiben. Das funktioniert nicht und lässt dich nur mit halben Fokus an einer Sache arbeiten. Sei lieber ganz fokussiert an einer Sache und widme dich dann der nächsten.
Ich sehe Transitzeiten allerdings als so passiv an, dass du dir ruhig einer anderen Beschäftigung widmen kannst.

5. Kopf frei bekommen/halten

Was mir ebenfalls hilft, keine Zeit zu verschwenden und in einen besseren Fokus zu gelangen, ist, mir meine Gedanken, die in meinem Kopf herumschwirren aufzuschreiben. So bekomme ich sie aus meinem Kopf raus und muss nicht ständig daran denken, dass ich mich daran erinnern sollte, dass ich eigentlich noch waschen muss. Selbst solche Aufgaben trage ich in meine To-Do-Liste ein. Sie verschwinden aus meinem Kopf und ich kann mich ihnen widmen, wenn ich wirklich Zeit dafür habe.

Blogideen, etc. schreibe ich in ein kleines Buch, welches ich griffbereit in der Nähe meines Schreibtischs liegen habe. Und selbst wenn ich das nicht parat habe, verwende ich einfach die OneNote App. So habe ich alle Notizen unterwegs und auf meinem PC zuhause griffbereit und kann bei Bedarf darauf zurückgreifen.

Das passiert mir manchmal mitten im Arbeiten. Meine Gedanken schweifen kurz ab und ich schreibe auf, was ich mir überlegt habe. Fertig. Weiter geht’s!

Eins kann ich dir sagen: Mit einem freien Kopf arbeitet es sich so viel besser!

Pro Tipp: Meditation. Darüber habe ich bereits einen Beitrag aufgenommen Diesen findest du hier.

6. Fang einfach an!

Vielleicht der wichtigste “Tipp”, den ich hier geben kann. Einfach anzufangen. Es hilft nichts, sich ewig Lang auf etwas vorzubereiten, zu schauen, dass die Gegebenheiten auf maximale Produktivität ausgelegt sind, wenn du am Ende es nicht schaffst überhaupt erst anzufangen.

Also fang einfach an. Und mache dann kleine Veränderungen, wenn du merkst, dass dich dieses oder jenes ablenkt. Mach so weiter und du wirst dir deine ganz eigene Produktivtätsroutine zusammenschustern und absolut keine Zeit mehr verschwenden!

Ich hoffe ich konnte dir mit diesen Tipps etwas helfen, dich vom Zeit verschwenden abzuhalten. Deine Zeit ist kostbar und du solltest sie nicht einfach so ins Land ziehen lassen! Vor allem dann nicht, wenn du dich einem Projekt angenommen hast.

Was hältst du von diesen Tipps? Hast du noch weitere? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Vielen Dank fürs Kommentieren und

bleib auf UMWEGN!

Über UMWEGN

Seit 2016 schreibe ich nun auf UMWEGN. Das alles startete in Begleitung zu meinem Buch und mehr als ein Experiment. Mittlerweile möchte ich das Buch, den Blog oder den Podcast nicht mehr missen. Auf UMWEGN geht es um Gesellschaft, Kommunikation, Selbstentwicklung und hin und wieder um philosophisches. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

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