Hör auf mit der “Ich habe keine Zeit” Ausrede!

Aktuell befindet sich die Welt im Ausnahmezustand. Viele Länder verhängen Ausgangsbeschränkungen, um die Zahl der Neuinfezierten mit Covid-19 möglichst niedrig zu halten und somit auch die kritische Fälle niedrig zu halten. Das alles, um unsere Gesundheitssysteme nicht zu überlasten und auch, um das hart arbeitende Personal vor Überlastung zu schützen. Und ich schreibe über “Ich habe keine Zeit”? Was?

Wenn du nicht zu diesem hart arbeitenden Personal, wie beispielsweise Ärzten, Krankenschwestern, Forschern, Supermarktangestellten, Fernfahrern, etc. gehörst, dann hast du vermutlich relativ viel Zeit jetzt.

Der Großteil deiner Freizeitaktivitäten wurde untersagt. Aber was machst du jetzt mit der ganzen Zeit?

Ich habe keine Zeit!

Wenn wir mal ein paar Monate zurückspulen, vielleicht ein halbes Jahr, dann war die Welt noch in Ordnung, du täglich bei deinem Job oder in der Uni. Nebenbei dann immer noch Ausgehen und mit Freunden treffen und deine Woche war tatsächlich relativ voll mit Terminen.

Dann kommt dir eines Tages ganz plötzlich die Idee oder der Gedanken, dass du doch mal wieder das Malen anfangen könntest. Du besorgst vielleicht ein paar Utensilien mit der festen Überzeugung, dass du jetzt dieses Hobby häufiger machen wirst. Und vielleicht klappt das auch die ersten ein, bis zwei Wochen.

Irgendwann kommt dann die Weihnachtszeit und du lässt dein neu gefundenes Hobby wieder fallen. Du denkst dir:

“Ich habe keine Zeit! Ach, wenn ich doch nur mehr Zeit hätte, dann könnte ich wieder malen!”

Und du glaubst diese Lüge auch noch.

Und jetzt spulen wir wieder vor, in die Gegenwart.

Jetzt sitzt du wahrscheinlich vor deinem Handy und liest diesen Blogbeitrag. Du hast aktuell sehr, sehr viel Zeit und könntest täglich malen. Warum tust du es nicht?

Die Ausrede mit der knappen Zeit

Ich habe keine Zeit: Uhr auf Tisch
Photo by Amanda Jones on Unsplash

Ich habe keine Zeit… ja klar!

Weil dein eigentliches Problem gar nicht die Zeit ist, sondern eigentlich, dass du dem Hobby “Malen” keine Priorität gegeben hast. Am Anfang, wenn wir so etwas wieder aufnehmen, dann sind wir voller Elan und Tatendrang, der meist jedoch bei der kleinsten Erschütterung, die es schafft uns kurzfristig aus der Bahn zu bringen, damit aufzuhören.

Dann wird alles auf die knappe Zeit und unseren vollen Terminplan geschoben. Dabei ist ein Hobby nichts anderes als ein Termin, denn du dir setzen kannst. Es würde dir wahrscheinlich Helfen, wenn du dir eine Stunde Zeit nimmst, dieses Hobby auszuüben.

Ein paar andere Tipps, wie du es schaffst dein Hobby häufiger auszuüben, habe ich bereits in diesem Blogbeitrag gesammelt.

Das ist doch auch irgendwie dann der Fall, wenn wir krank werden. Wobei wir uns in diesem Fall, vielleicht tatsächlich etwas schlapp fühlen und es nicht schaffen uns für unsere Hobbys oder Nebentätigkeiten aufzuraffen.

Routine hilft

Ebenfalls hilfreich sind Routinen. Es ist verständlich, wenn du es beispielsweise zu deiner Routine gemacht hast, nach der Arbeit zum Sport zu gehen und wenn du das jetzt einfach nicht mehr schaffst.

Das scheint doch paradox. In Zeiten, in denen wir mehr Zeit haben, weniger vollbracht zu bekommen.

Die Gefahr besteht wohl auch einfach darin, zuhause zu versacken und in einen gemeingefährlichen Alltagstrott zu verfallen. Wie du deinen Alltag spannender gestaltest und das verhinderst, habe ich hier für dich schon mal aufgeschrieben.

Disziplin

ist ein weiterer erfolgsversprechender Faktor. Ist ja auch irgendwo offensichtlich oder? Wenn du sehr diszipliniert bist, dann wirst du diesen Zwangsurlaub nicht als Freifahrtschein für eine unproduktive Zeit ansehen. Sondern als Zeit in welcher du fokussiert an deinen To-Dos arbeiten kannst.

Vielleicht ist das auch eine Frage der Haltung oder wie man neudeutsch auch gerne sagt: Eine Frage des “Mindsets”.

Je nachdem was du also erreichen willst, siehst du diese Zeit dann als Freizeit oder als Fokuszeit an.

Und die Kombination aus fehlender Routine, Mangel an Disziplin und dem fehlen einer Haltung, lassen uns als zu nichts kommen.

Ich komme auch nicht voran

So sehr ich an dieser Stelle den Moralapostel gespielt habe, muss ich wohl leider doch auch zugeben, dass ich selbst auch nicht so recht mit meinen To-Dos vorankommen. Irgendwie hat man so viel Zeit und meint, man kann sie guten Gewissens ins Land streichen lassen.

Doch davon werden die To-Dos auch nicht weniger. Dieser Blogbeitrag hilft mir selbst dabei, mir das zu verdeutlichen. Vielleicht werde ich morgen etwas mehr schaffen und einige Sachen abarbeiten.

Wie schaut es bei dir aus? Geht es dir während der Ausgangsbeschränkungen auch so, wie mir und du kommst irgendwie zu nichts? Schreibe es mir doch in die Kommentare!

Vielen Dank und

bleib auf UMWEGN!

Über UMWEGN

UMWEGNSeit 2016 schreibe ich nun auf UMWEGN. Das alles startete in Begleitung zu meinem Buch und mehr als ein Experiment. Mittlerweile möchte ich das Buch, den Blog oder den Podcast nicht mehr missen. Auf UMWEGN geht es um Gesellschaft, Kommunikation, Selbstentwicklung und hin und wieder um philosophisches. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

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