Ordnung – Unordnung: Räum dein Zimmer auf!

Oder, oder… wir lassen es einfach unordentlich.

Also ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich denke jeder von uns kennt den Elternspruch schlechthin.

Und die altbewährte Frage dazu natürlich auch:

To clean or not to clean?

Extreme Unordnung

oder so ähnlich schrieb auch schon Shakespeare.

Doch was ist jetzt die Antwort?

Sind wir denn nicht schon den ganzen Tag darum bemüht nicht alles vollzumüllen oder vollzustellen? Immer aufpassen, dass ich das hier nicht meinen Müll in der Uni liegen lasse und, dass in der Gemeinschaftsküche noch abspüle und den Müll meiner WG rausbringe?

Da kommt es mir doch gelegen, dass ich sobald ich durch die Tür in mein Zimmer trete, endlich diese ganzen Verpflichtungen hinter mir lassen kann. Alles überall hinwerfen. Kleider von Bett zu Stuhl und von Stuhl zu Bett transferieren, aber nie waschen oder gar zusammenlegen.

Nicht lachen, machst du doch genauso! 😉

Und wenn wirs dann doch schaffen zu waschen, dann lassen wir die Wäsche halt einfach im Korb. Wer will schon gefaltete Klamotten?

Zeichnet ein Zuhause nicht genau das aus? Dass wir uns wohlfühlen und uns gehen lassen können? Nachdem wir uns den Tag über in enge Klamotten gepresst haben und auf unsere Manieren achten mussten?

Gerade zuahause sollten wir diese doch ablegen können, also auch unser Zimmer unordentlich halten dürfen, oder?

Ich fühl mich wohl!

Ich meine so lange du dich in dem Chaos dann wohl fühlst und nicht darin untergehst, ist doch alles gut, oder?

Nur weil deine Eltern oder sonst irgendwer das mal nicht so nice findet, wenn dein Zimmer nicht aufgeräumt ist, so what?

Problematisch wird es dann, wenn du Leute zu dir einlädst. Dann musst du am Ende doch wieder aufräumen, weil du dich dort zwar wohlfühlen würdest, du gleichzeitig aber befürchtest, dass sich deine Gäste nicht wohlfühlen würden und dich das wiederum dich unwohl fühlen lässt.

Also…wieder aufräumen!

Oder?

Ist hier die einzige Möglichkeit einfach keinen scheiß darauf zu geben, was die anderen denken? Na ja, man will aber auch seine Gäste nicht vergraulen und mit einem extrem unaufgeräumten Zimmer ist das schon möglich.

Gleiches gilt ja auch für dein Äußeres. Wenn das nicht aufgeräumt ist, kommt man nicht so gut rüber.

Zeig mir dein Zimmer und ich sag dir wer du bist!

Ordnung ein ordentliches Zimmer

Es heißt aber auch gerne an vielen verschiedenen Stellen, dass ein Zimmer oder eine Wohnung deine Persönlichkeit widerspiegeln. Ist ja alles schön und gut, aber was bedeutet das genau?

Wenn meine Wohnung jetzt super ordentlich ist, bedeutet das:

A) dass ich super viel Arbeite und deshalb eher selten daheim bin und keine Zeit habe meine Wohnung überhaupt erst zu verschmutzen

oder

B) dass ich generell in meinem Leben alles sehr ordentlich mache, unter Kontrollzwang leide und perfektionistisch veranlagt bin

oder

C) dass ich den Minimalismus leben und predige und mit wenig gut auskommen kann

oder

D) ich mir eine Putzfrau leisten kann

oder

E) Mami jede Woche vorbeikommt und aufräumt

….

Wie ihr seht, gibt es da viele Möglichkeiten, weshalb ich eine super ordentliche Wohnung haben könnte. Welche Gründe das aber genau hat, lässt sich alleine anhand des Aufgeräumtheitgrads schwer herauslesen.

Also kann man da doch nicht so viel herauslesen?

Ich denke die meisten Menschen verwechseln da ganz schnell Ordnung mit Einrichtung. Ich meine es ist natürlich schwerer seine Wohnung ordentlich zu halten, wenn man viel Zeug hat. Aber es bedeutet nicht immer gleich, dass wenn man viel Zeug hat, die Wohnung auch unordentlich sein muss.

Anhand deiner Einrichtung könnte man schon eher sagen und erkennen, was für einen Charakter du hast oder beziehungsweise welche Dinge du gerne magst. Aber das ist nochmal eine andere Geschichte.

Was machen wir jetzt also?

Fraglich.

Viel weiter sind wir mit unserer Erörterung jetzt auch nicht gekommen.

Wir können festhalten, dass wir quasi gesellschaftlich verpflichtet sind aufzuräumen. Jedenfalls dann, wenn du nicht einsam und alleine bleiben willst oder es so geschickt anstellst, dass du dich immer außerhalb deiner Wohnung mit deinen Freunden und Familie triffst.

Gleichzeitig sollten wir unser Zuhause als Ort der Entspannung und der Loslösung von Verpflichtungen sehen. Also als einen Ort, an dem wir nicht verpflichtet sind ihn ordentlich zu halten oder ihn aufzuräumen.

Wenn du Ordnung brauchst, um dich wohl zu fühlen, dann schlägst du sowieso zwei Fliegen mit einer Klappe und wenn du es auch noch schaffst, dein Zimmer stets ordentlich zu halten: Respekt!

Für alle, die es nicht schaffen, kleiner Tipp: Lade häufiger Menschen zu dir in die Wohnung ein. Mich spornt das immer an aufzuräumen. Wird natürlich auch dadurch begünstigt, dass ich ein super kleines Zimmer habe und dort ein wenig Unordnung viel schwerer ins Gewicht fällt. Freut mich aber eigentlich mehr, als dass es mich stört. 🙂

Wenn du dann immer noch nicht zurecht kommst, könntest du eventuell mal das Buch The 100 Thing Challenge: How I Got Rid of Almost Everything, Remade My Life, and Regained My Soul” von Dave Bruno lesen.

Ob das allerdings gut ist, kann ich dir nicht sagen. Habe es selber nicht gelesen, dachte nur, dass es hier gut zum Thema passt! 🙂 Wenn du es liest, darfst du mir dann gerne mal sagen, wie du es fandest.

Bis dahin gilt für uns alle wohl der gleiche Ansatz:

  • Unordnung aufräumen
  • vornehmen es nicht wieder eskalieren zu lassen
  • es eskalieren lassen
  • von vorne beginnen

oder halt eine Putzfrau besorgen. Für die kannst du dann im Gegenzug mehr arbeiten und das gar nicht richtig genießen, dass du nicht aufräumen musst, weil du sowieso nicht daheim bist, sonder arbeitest eben um dir die Putzfrau leisten zu können.

Musst du allerdings selbst entscheiden. Ich für meinen Teil, werde weiterhin nach Lust und Laune in Ordnung und Unordnung leben und schreiben.

Was machst du? Was sind deine Tricks für ein ordentliches Zimmer?

Schreibs mir mal in die Kommentare!

Bis dahin vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren und

bleib auf Umwegn!

“Order” Photo by Samuel Zeller

“Run down” Photo by Robin Benzrihem

“Drowning” Photo by Nikko Macaspac

 

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