Blickwinkel: Wie siehst du das?

Egozentrik – unsere Lieblingsperspektive

Also, ich denke, dass wir heutzutage sehr viele Dinge nur noch aus unserer eigenen Perspektive sehen. Es leuchtet natürlich vorerst ein, da unsere Welt und vor allem unsere Auffassung dieser immer zunächst egozentrisch ist. Das habe ich auch bereits in einem anderen Beitrag beschrieben.

Wenn wir uns allerdings nicht in die Lage des Gegenübers versetzen oder aber nur diese egozentrische Sicht als wichtig wahrnehmen, können wir auch keine Rücksicht auf andere nehmen. Rücksicht nehmen passiert allem Anschein nach nicht mehr so bewusst und vor allem nicht mehr so häufig.

Hier im Studentenwohnheim, kann man das ab und zu sehr gut beobachten. Einige Leute handeln hier doch sehr egoistisch, was definitiv nicht der Punkt der Idee des “gemeinsamen Lebens” ist.

Hier MUSS man Rücksicht aufeinander nehmen oder man schürt nur unnötig Konflikte und Streitereien, welche ich auch schon das ein oder andere Mal hier erlebt habe.

Fotografie aus ungewöhnlichem Blickwinkel
Fotografie aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel/Perspektive

Meine Meinung, deine Meinung

Aber auch außerhalb des Wohnheims, beispielsweise in Diskussionen, sollte man sich vielleicht häufiger in die Lage des Gegenübers versetzen. Sei das nun bei Sportdiskussionen oder bei politischen.

Ich denke, man könnte ganz grob genommen sagen, dass es tatsächlich immer zwei Seiten einer Medaille gibt.

Diskussionen dienen auch dem Zweck sich eben beide dieser Seiten anzusehen, auch wenn man nur eine der beiden akzeptiert. Ganz und gar nicht sind sie dafür da, um zu “gewinnen” oder jemanden totzuargumentieren.

Einhergehend mit dem Modell der zwei Blickwinkel ist daher auch Toleranz. Die Leute an das glauben zu lassen, woran sie glauben möchten, zeugt von Toleranz. Solange das auch niemanden bedroht, ist es ja auch egal, oder?

Ihr wollt ja im Gegenzug genauso wenig, dass euch jemand aufgrund deiner Ansichten beleidigt oder auslacht oder eben versucht totzuargumentieren.

Bei manchen Sachen denke ich mir natürlich auch selbst: “Meine Güte, was für ein Quatsch” aber, dass muss ich ja dann nicht jedem an den Kopf werfen. Denn im Endeffekt stehen sich dann wieder zwei Meinungen gegenüber, die beide ein Recht auf Existenz haben.

Schließlich kann man alles aus dieser oder aus jener Perspektive sehen, egal wie banal, dumm oder gar wissenschaftlich bewiesen oder widerlegt etwas ist. Natürlich sind manche Dinge einfach gesellschaftlicher weiter verbreitet und akzeptiert als andere.

Gesellschaftliche Akzeptanz

Wenn wir das an dieser Stelle mal herunterbrechen, dann geht es doch im gesamten nur darum:

Ob und wie etwas gesellschaftlich akzeptiert wird oder ist.

Wenn wir jetzt alle der Ansicht wären, dass die Erde flach ist, dann ist die Ansicht der Person, die sagt, dass sie Rund ist, genauso komisch und “dumm” wie es andersherum bei den Verschwörungstheorien heutzutage ist.

Hätte es aber nie solche mutigen Menschen gegeben, die eben diesen zweiten Blickwinkel auf Dinge gehabt hätten, dann würden wir vielleicht immer noch im Glauben leben, dass die Erde flach ist.  Beziehungsweise hätte die Ansicht, dass sie Rund ist, nie die Akzeptanz erhalten, die sie heute hat. Sie hat sich ja am Ende für richtig bewahrheitet.

Oder etwa doch nicht?

Meinungsfreiheit

Blickwinkel von unten

An dieser Stelle ist dieser Beitrag vielleicht sehr weit hergeholt und philosophisch.

Aber ich möchte dir hier näherbringen, dass, egal wie abgedroschen und seltsam jemandes Ansicht auch sein mag, sie vielleicht im entferntesten auch dazu beitragen kann, zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gelangen und man nicht per se alles, dass nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert, sofort negieren sollte.

Solche, ich nenne sie jetzt mal “kreative Ansichten”, sind doch immer mehr gefragt. Speziell jetzt vielleicht nicht die, die unsere Ansicht der Erdform betreffen, aber im Berufsleben wird häufiger für “kreative Ideenfindung” plädiert und auch beim sogenannten “Brainstorming” sollen erstmal keine Ideen verworfen werden, so abwegig sie auch erscheinen mögen.

Und wer weiß, vielleicht hilft uns diese abgedroschene Ansicht einer Person ja doch bei der Lösung eines Problems?

Möglicherweise hilft euch die Unterhaltung mit einer Person, die kreative Ansichten vertritt, dabei, euch selbst auf andere Ideen zu bringen beziehungsweise eure Perspektive auf einen Sachverhalt so zu verändern, dass ihr aus dem Zusammenspiel eurer eigenen Sicht und der des Gegenübers eine Lösung zu finden vermagst.

Deshalb unterhalte und diskutiere ich auch so gerne mit dir! Und deshalb ist auch dein Feedback so wichtig für mich!

Weil ihr meine Sicht auf die Dinge, die ich in Buch und Blog beschreibe, verändern kannst und mir somit hilfst immer ein Thema für den Blog parat zu haben beziehungsweise mein Buch voranzutreiben und zu verbessern!

Und somit ist ja allen geholfen, oder? 🙂

Moral von der Geschicht

Die Kernaussage ist also die:

Wir müssen aus unserer egozentrischen Welt ausbrechen und uns in andere Blickwinkel versetzen. Klick um zu Tweeten

Denn vielleicht hilft uns diese Sicht selbst weiter, oder aber wir können zumindest ein wenig verstehen, warum unser Gegenüber diese Ansichten hat und vertritt. Amen!

Außerdem wäre das doch gut, wenn wir einfach mal ganz offen mit den Menschen, die uns in unserem Leben begegnen, umgehen!

Was haltet ihr von der “Moral”? Schreibt mir das doch einfach mal in die Kommentare!

Bis dahin, bleibt offen und

bleibt auf Umwegn!

“From beneath” Photo by John Robert Marasigan

Über UMWEGN

Seit 2016 schreibe ich nun auf UMWEGN. Das alles startete in Begleitung zu meinem Buch und mehr als ein Experiment. Mittlerweile möchte ich das Buch, den Blog oder den Podcast nicht mehr missen. Auf UMWEGN geht es um Gesellschaft, Kommunikation, Selbstentwicklung und hin und wieder um philosophisches. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

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