Was tun, wenn bei dir der Wurm drin ist?

Wenn der Wurm drin ist
Photo by Kinga Cichewicz on Unsplash

Heute ist bei mir irgendwie total der Wurm drin. Heute morgen bin ich aufgestanden und hatte direkt das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Ich war zwar nicht mehr müde, aber trotzdem war schon so früh am Morgen der Wurm drin.

Dieses Gefühl zieht sich dann durch meinen ganzen Tag. Ich kann einfach keine Konzentration finden und fühle mich nicht bereit für irgendwas. Wehleidig schlürfe ich von hier nach da und von da wieder zurück. Nach dem Essen fühle ich mich unheimlich erschlagen, schaffe es nicht meine Wäsche zu waschen und stelle zusätzlich auch noch fest, dass eine meiner Pflanzen wieder Fliegen hat. Puh… Was ein Tag.

Obendrein ist meine To-Do-Liste gut gefüllt und einen Blogbeitrag muss ich ja auch noch schreiben. Und was vielleicht noch viel schlimmer ist: Letzte Woche habe ich doch mal wieder über Produktivität geschrieben. Und jetzt? Jetzt hilft mir das alles irgendwie gar nicht. Oder?

Warum bei dir der Wurm drin ist!

Aber warum ist bei dir überhaupt der Wurm drin?

Liegt das nur daran, dass du schlecht geschlafen hast, beziehungsweise, dass du mit dem falschen Bein aufgestanden bist?

Irgendetwas muss doch vorgefallen sein, dass du heute einfach nichts gebacken bekommst. Nur was?

Vielleicht liegt es auch am Wetter? Kann das sein? Manche Menschen beschreiben sich ja als „Wetterfühlig“, aber dann müsstest du ja immer schlechte Tage haben, wenn es regnet, oder? Und hast du das?

Es muss doch auch irgendwas anderes geben. Schließlich war das Wetter heute ja auch gar nicht so schlecht.

Nein, am Wetter alleine liegt es nicht. Aber vielleicht in der Kombination mit dem schlechten Schlaf? Und wenn dir dein Körper dann sagt: „Hey, du bist nicht mehr müde. Aufstehen!“ sich dein Kopf aber denkt: „Ne man, lass mich weiterschlafen.“ und das dann nicht funktioniert, dann ist ja schon von Anfang an der Wurm drin.

Und dann kann es doch sein, dass du durch diese mentale Müdigkeit nichts gebacken bekommst. Es ereignet sich eine Verkettung von kleinen Momenten in denen du irgendetwas vermasselst und so zieht sich der Wurm durch deinen ganzen Tag und wird nur schlimmer und schlimmer. Dann gesellt sich zu deinem wehleidigen Gefühl auch noch Prokrastination dazu und du schiebst deine Aufgaben noch mehr auf. Sie erscheinen dir immer größer und größer und der Wurm somit auch.

Eine self-fulfilling-prophecy also.

Nur, was kannst du jetzt dagegen tun?

Fokus und Produktivität: Den Wurm wieder loswerden

Der Wurm drin: Produktivität und Fokus
Meine Produktivätsstation. Tisch oben: Schreiben Tisch unten: Bildrecherche

Viele Ratgeber online geben oft den Tipp:

Nimm dir 5/10 Minuten Zeit um zur Ruhe zu kommen, neue Energie zu sammeln und dann von neuem an die dir bevorstehende Aufgabe heranzugehen.

Das ist natürlich Quatsch. Wie soll das denn auch funktionieren, wenn du es ohnehin schon nicht schaffst, dich zu konzentrieren? Geht ja gar nicht.

Nebenbei bemerkt halte ich natürlich schon etwas davon. Meditation ist super und hat auch mir schon geholfen. Nur bei diesem ja schon akuten Problem eben nicht. Es fiel mir heute besonders schwer meine zehn Minuten entspannt zu meditieren. Und danach fiel es mir auch nicht auf magische Weise leichter produktiv und fokussiert zu sein.

Es gibt allerdings eine andere Lösung, die mir tatsächlich geholfen hat:

So einfach es sich auch anhört: Es war Tipp 6 aus dem letzten Beitrag. Der Tipp einfach anzufangen.

Viel hin und her und viel Überwindung hat es mich heute gekostet. Aber ich war mir sicher, dass ich den Wurm heute werde loswerden müssen. Also habe ich einfach angefangen.

Allerdings nicht ohne den richtigen Modus zusetzen: Schreibtisch in die Stehposition, Techno-Stream an und erstmal einen Stift und Papier zum Brainstormen.

Zack! Und ich hatte 14 Zeilen „gebrainstormt“. Das Thema? Na klar, eben das was mich heute, oder viel eher die letzte Woche, den ganzen Tag davon abgehalten den Blogbeitrag zu schreiben: Dass bei mir der Wurm drin ist.

Noch viel besser ist allerdings, dass ich gleich selbst Testen konnte, ob ich mit dem richtigen Setting den Wurm wieder loswerden konnte oder nicht.

Jedenfalls für meine kleine Schreibblockade hat mir dieser Tipp geholfen. Ob sich das nun auf den Rest meines Tages noch auswirkt, wage ich zu bezweifeln. Möglicherweise kann ich dazu ein Update in der nächsten Woche liefern.


Wie gehst du damit um, wenn bei dir mal so richtig der Wurm drin ist? Wirst du ihn wieder los oder hoffst du einfach, dass er am morgigen Tag von selbst verschwunden ist? Vielleicht weißt du ja etwas, was ich noch nicht weiß.

Schreib mir deine Tipps unten in die Kommentare!

Ich hoffe ich konnte dir dabei helfen deinen eigenen Wurm loszuwerden. Vielen Dank für’s Lesen und

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Von UMWEGN

Seit 2016 schreibe ich nun auf UMWEGN. Das alles startete in Begleitung zu meinem Buch und mehr als ein Experiment. Mittlerweile möchte ich das Buch, den Blog oder den Podcast nicht mehr missen. Auf UMWEGN geht es um Gesellschaft, Kommunikation, Selbstentwicklung und hin und wieder um philosophisches. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

4 Kommentare

  1. Hallo!!

    Manchmal bin ich auch überrascht besonders müde und erschlagen zu sein BEVOR ich überhaupt etwas getan habe. Eigentlich müsste ich es doch NACH einer besonders anstrengenden Arbeit sein, oder?

    Aber es gibt Studien die zeigen, dass Menschen (und übrigens auch Mäuse) ein größeres Bedürfnis nach einer Pause oder Erholung haben, wenn sie wissen, dass noch viel Arbeit vor ihnen liegt und (paradoxerweise) nicht nachdem sie viel Arbeit geleistet haben.

    Vielleicht war ein zusätzlicher Grund in deinem Beispiel, dass du eben wusstest, dass diese ganze Arbeit des Blogs heute noch vor dir lag? Und auch das würde für deinen Tipp der letzten Woche sprechen einfach mal anzufangen 🙂

    Beste Grüße
    PiBi

    1. Hey Hey,
      danke für deinen Kommentar!

      Ja, das kann gut sein. Vielleicht hilft auch nach der Arbeit das Gefühl etwas geschafft zu haben dabei, sich schneller beziehungsweise effizienter zu erholen. Möglicherweise möchte man auch einfach seine Kraft vor der Aufgabe sammeln, um möglichst erholt in die anscheind sehr große Aufgabe zu starten.

      Wie du schon sagst, ist das allerdings paradox, da wir so in eine Abwärtspirale gelangen können und quasi aus dem Erholen nicht herauskommen. Stichwort: Prokrastination!

      Vielleicht update ich diesen Beitrag mal, wenn ich die passende Studie dazu finde.
      Vielen Dank nochmals für den Kommentar, liebe Grüße und

      bleib auf UMWEGN!

      Lorenzo

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