Wendepunkte in unserem Leben

Nein, zum Glück geht es in diesem Blogpost nicht um Wendepunkte in der Mathematik, denn ich weiß, dass wir alle ganz besonders viel Spaß mit Kurvendiskussionen damals in der Schule hatten.

Nein, hier geht es um einschneidende Erlebnisse und Entscheidungen die uns in unserem Leben begegnen und begegnen werden.

Über Entscheidungen habe ich ja bereits hier mal geschrieben. Diesen Blogbeitrag habe ich im Rahmen meines Blogbearbeitungsprojekts nochmals gelesen und möglicherweise entspringt daher meine Motivation mich erneut mit Entscheidungen und vor allem ihren Konsequenzen zu beschäftigen.

Entscheidungen

Eine Entscheidung muss an einem Schild getroffen werden

Allerdings soll es hier, nicht wie in dem anderen Post, um die optimale Entscheidung gehen, sondern zunächst einmal vielmehr um die Gewichtung von Entscheidungen.

Natürlich kennen wir alle diese kleinen Dinge, wie “Trinke ich zum Frühstück einen Kaffee oder Tee?”.

Wie weitreichend eine so kleine Entscheidung sein kann, wurde schon in etlichen Medien verarbeitet. Aktuell beispielsweise im interaktiven Netflix Film “Black Mirror: Bandersnatch” oder ganz klassisch in diesen Spielbüchern: “Die blabla der 1000 blabla”. Je nachdem wie ihr euch entschieden habt, musstet ihr dann zur Seite 83 oder 14 blättern. Und so konntet ihr Einfluss auf die Handlung und die Geschichte nehmen, beruhend auf euren Entscheidungen.

Auch darin, veränderten vermeintlich kleine Entscheidungen die Handlung enorm. An diesen Punkten konnte die Geschichte dann den einen Weg oder den anderen einschlagen.

Eben so wie es im realen Leben möglich ist, dass kleine Dinge große Auswirkungen haben. Allerdings sind die meisten Entscheidung trotzdem von geringer Bedeutung. Diese möchten wir an dieser Stelle also vernachlässigen.

Weiter geht es mit den wirklich wichtigen Entscheidungen, denen wir uns in unserem Leben widmen oder widmen müssen.

Was wirklich wichtig ist

Also, wichtige Entscheidungen… haben diese die Kraft unser Leben komplett zu verändern?

Ein Wendepunkt in unserem Leben beschreibt einen Moment, in welchem sich unser Leben nachhaltig verändert.

Von heute auf morgen? Schon, oder? Sonst wären es ja keine Punkte, sondern Wendewochen oder so. Da kommt dann leider doch wieder ein wenig die Mathematik durch… #sorry

Hört sich auch bisschen doof an “Wendewochen”, merkt ihr selber, ne?

Aber was wären denn beispielsweise so wichtige Entscheidungen?

Zum Beispiel für welchen Berufsweg wir uns entscheiden. Es ist zwar nicht festgeschrieben, dass man mit einem Jura-Studium unbedingt irgendwann als Anwalt endet und jeden Tag in seine Kanzlei düst. Und das gilt für alle Studiengänge oder Ausbildungen. Es ist nicht festgeschrieben, was man mit dem Abschluss des jeweiligen Fachs am Ende arbeiten wird.

Ich habe mir das damals vor meiner Entscheidung für ein Studium allerdings nicht bewusst gemacht. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich, sobald ich mich entschieden haben würde, einen Weg nähme, welchen ich nicht mehr ändern könnte. Es schien mir alles so absolut.

Verständlich? Gut, weiter.

Der Übergang von der Schule zum Studium war auf jeden Fall ein Wendepunkt in meinem Leben. Ganz egal für welches Studium ich mich entschieden hätte. Es ging nämlich am Ende nicht um das Studium oder den Berufsweg, sondern darum, das behütete Elternhaus zu verlassen und für sich zu leben. Mit all den Freiheiten und Verpflichtungen, von denen man zuhause eher weniger mitbekommt. #gutumsorgt

Beziehungsweise mit jemand anderen als der Familie zu wohnen. Und das für längere Zeit. Es war, rückblickend, eine sehr gute Entscheidung und ein Wendepunkt in meinem Leben über den ich sehr glücklich bin.

Wenn sich etwas verändert

dann handelt es sich also um einen Wendepunkt. Wie im Beispiel oben.

Ich hätte auch zuhause bleiben können. Dann hätte sich zunächst nicht viel geändert. Hätte ich allerdings in der behüteten Heimat einen Berufsweg eingeschlagen, und dabei ist zu vernachlässigen, was für einer das gewesen wäre, dann hätte sich zwar auch etwas verändert, aber ich denke nicht, dass es so gravierend gewesen wäre. Es wäre nicht gerechtfertigt es “Wendepunkt” zu nennen.

Als Wendepunkt würde ich also eher Entscheidungen und Ereignisse bezeichnen, die unser Leben, wie wir es jetzt schon einige Zeit gelebt haben, nicht nur verändern, sondern es so verändern, dass es einer erneuten Anpassung unsererseits bedarf.

Sonst wäre es ja auch kein Wendepunkt oder? Wenn wir uns selbst nicht wenden müssten. 🙂

Allerdings müssen Wendepunkte nicht immer Entscheidungen sein oder durch Entscheidungen bedingt sein. Wendepunkte können eben auch durch andere Ereignisse ausgelöst werden. Beispielsweise durch Naturkatastrophen, den Tod von Menschen die uns nahestehen oder anderen von uns nicht beeinflussbaren Ereignissen.

Wie geht man mit Wendepunkten um?

Wendepunkt als ein Boot die Richtung ändert

Ich persönlich denke, dass es schwer ist mit diesen umzugehen. Vor allem, wenn es sich eben um diese nicht beeinflussbaren Wendepunkte handelt. Diese lassen sich schlecht planen. Wenn wir sie beeinflussen können, können wir sie meist auch planen.

Ich weiß, ich weiß, ich habe am Anfang noch gesagt, dass Wendepunkte nur von kurzer Dauer sind, weil sie ja sonst Wendewochen heißen müssten, aber ich bin mir entgegen meiner eigenen Aussage trotzdem sicher, dass so etwas eher ein längerer Prozess ist.

Auch wenn unsere Entscheidung an einem bestimmten Tag gefällt wird oder gefällt werden muss, dann reift die letztliche Entscheidung ja doch in unserem Kopf heran. Es wird abgewogen und überlegt und alle Möglichkeiten und Konsequenzen mehrfach durchgespielt. Eher selten entscheiden wir, wenn es sich um größere Entscheidungen oder eben solche, die unser Leben stark verändern werden, handelt, aus dem Bauch heraus. Da kann doch dann niemand mehr behaupten, dass es sich um Punkte handelt.

Na ja, wir müssen an diesem Punkt 😉 natürlich wieder die nicht beeinflussbaren Ereignisse außen vor lassen. Diese sind, wie bereits gesagt, eher weniger planbar und können dementsprechend auch nicht in unserem Kopf als Idee heranwachsen. Es passiert und wir müssen dann reagieren.

Also kann ich euch an dieser Stelle leider keinen Rat mit auf den Weg geben, wie ihr mit gravierenden Änderungen in eurem Leben umzugehen habt. Womöglich greift auch hier das von Charles Darwin postulierte “Survival of the fittest”, welches häufig fälschlicherweise als “der Stärkere überlebt” und nicht als “der am besten angepasste überlebt” übersetzt wird.

Anpassung ist also der Schlüssel, um mit dem sich ständig im Wandel befindlichen Leben zurecht zu kommen. Klick um zu Tweeten

Wer weiß vielleicht gebe ich euch einen handfesten Rat im nächsten Post? Mir ist da gerade so eine Idee gekommen….

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Vielen Dank fürs Lesen und

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