Selbstsabotage: Warum meine 30 Bücher Challenge scheiterte

30 Bücher auf ein ganzes Jahr verteilt. Das war meine Challenge des letzten Jahres. Zuvor hatte ich mich des Öfteren mal an 30-Tage-Challenges gewagt. Dazu findest du hier einen Beitrag zu meine ersten Erfahrungen mit Challenges sowie einen praktischen Kalender für deine eigene 30-Tage-Challenge zum Herunterladen und Ausdrucken.

Doch diese Challenge sollte anders werden. Nicht über 30 sondern über 366 Tage, 2020 war ein Schaltjahr, wollte ich 30 Bücher mit mindestens 100 Seiten lesen. Das wären 2,5 Bücher im Monat. Eine machbare Aufgabe, dachte ich zumindest zu Beginn dieser Challenge. Doch ich sollte Selbstsabotage an mir verüben.

Nun muss ich dir vorab noch erklären, dass ich das Jahr davor eigentlich nicht wirklich viel gelesen habe. Ich weiß zwar nicht genau wie viele Bücher es waren (laut Goodreads waren es nur 9), aber es waren mit Sicherheit nur eine Hand voll.

Dementsprechend wollte und sollte ich also vergangenes Jahr mehr lesen.

Wenn dich interessiert, was ich genau gelesen habe, dann kannst du dir meine gelesenen Bücher auf Goodreads anschauen.

Das Ergebnis

Mein Jahr in Büchern 2020
Mein Jahr in Büchern 2020

Wie du vielleicht schon erkannt hast, habe ich es nicht geschafft. Von geplanten 30 Büchern habe ich nur 17 geschafft. Das ist zwar über die Hälfte, aber dennoch weit von meinem Ziel entfernt.

Was war passiert?

Zu Beginn der Challenge lief es gut. Ich habe viele Bücher schnell gelesen und mir sogar einige Videos angeschaut, um schneller lesen zu können. Diese zeigten auch zu Beginn den gewünschten Effekt, doch irgendwie kam ich trotzdem ins Stocken.

Spätestens als ich Thinking fast and Slow vor mir hatte, wusste ich, was mich ausbremsen werden würde. Ich wollte es mir beim Stellen der Challenge nicht zu leicht machen, weshalb ich auch nur bei der Regel Bücher +100 Seiten blieb. Es sollten aber trotzdem Bücher sein, die ich lesen wollte. Als intelligentes Wesen liegt es nahe, Bücher mit einer Seitenzahl von über, aber nahe 100 Seiten lesen, um möglichst schnell das Ziel von 30 Büchern zu erreichen.

Nun lag also dieser Koloss vor mir und ich hatte circa 600 Seiten zu lesen. Ich machte mich daran und konnte auch gute Fortschritte verzeichnen. Angenehm und relativ einfach geschrieben las ich immer mehr Seiten des Buches. Offensichtlich dauerte es aber länger, als die vorher von mir gelesenen Bücher. Thinking fast and slow nahm mir ein bisschen den Wind aus den Segeln.

Nachdem ich es Abgeschlossen hatte, brauchte ich erst einmal eine kurze Pause. Oder eine eher längere. Ich hatte zwar mein nächstes Buch bereits begonnen, es war Die Kunst ein Egoist zu sein von Josef Kirschner, doch irgendwie kam oder wollte ich einfach nicht weiterlesen.

Selbstsabotage: Die Routine fehlte

Selbstsabotage: Mein Challenge Kalender

Es war an diesem Zeitpunkt als ich feststellte, dass es nicht die Länge des Buches war, die mich bremste. Es war schlichtweg die fehlende Routine im täglichen Lesen. Irgendwie wollte sich keine feste Lesezeit einstellen. Ich hatte dafür keine Priorität gesetzt und mein Vorhaben deshalb bereitwillig bei der nächsten Gelegenheit verschoben.

Ich denke so etwas nennt man Selbstsabotage.

Während ich nun in Retrospektive diese Zeilen schreibe, frage ich mich, wann ich das letzte Mal zu etwas “Nein” gesagt habe, weil ich mir etwas für mich vorgenommen habe. Eigentlich absurd, sollte doch das, was ich mir selbst vorgenommen habe im Vordergrund stehen und Priorität haben.

Ein positiver Ausblick

Doch wie sagt man so schön. Was vergangen ist, ist vergangen.

Mit diesem Blogbeitrag arbeite ich nun also auf, was schief gelaufen ist und weshalb ich mein Ziel verfehlt habe. Und ich denke ich habe das gut erkannt.

Ich werde mich dieses Jahr erneut der Challenge stellen und ich bin zuversichtlich, dass ich dieses Jahr über die 17 Bücher des letzten Jahres kommen werde. Schließlich habe ich den Grund für meine Selbstsabotage erkannt und kann nun daran arbeiten, diese nicht erneut zu verüben.

Gelesene Bücher 2020
Meine gelesenen Bücher 2020

Mittlerweile kann ich es kaum fassen, wie oft es sich herauskristallisiert, dass Scheitern, zumindest in meinem Leben, tatsächlich so oft eine Frage der Prioritäten ist. Zu diesem Thema habe ich nun doch auch schon häufig etwas geschrieben, sodass ich darin ja eigentlich ein Experte sein müsste, aber wie du an diesem Beitrag gemerkt hast, bin ich selbst noch mitten im Ausklügeln dieser nicht ganz so einfachen Sache.

Und wenn ich ganz ehrlich mit mir und mit dir bin, dann kann ich behaupten, dass ich letztes Jahr deutlich mehr gelesen haben, als wenn ich mich nicht dieser Challenge gestellt hätte. Dementsprechend war es also kein voller, aber ein sehr guter Erfolg. Deshalb weine ich nun auch nicht meinem verfehlten Ziel hinterher. Es spornt mich eher an, die Challenge dieses Jahr zu schaffen und meine Selbstsabotage zu überwinden.

Mit dem Gefühl, dass ich es schaffen kann und mich bereits auf einem guten Weg befinde, gehe ich nun also an die neue Challenge ran. Und um hier einen großen handwerklich begabten Mann, der mich nachhaltig in meiner Kindheit geprägt hat, zu zitieren: Yo, wir schaffen das!


Und jetzt an dich! Wie viel Bücher möchtest du dieses Jahr lesen? Stellst du dich deiner ganz eigenen Challenge? Schreib es mir in die Kommentare! Wenn es dich interessiert Poste ich gerne häufiger etwas zu meiner diesjährigen Lese-Challenge und vielleicht kann ich dich so motivieren?

Vielen Dank fürs Lesen und

bleib auf UMWEGN!

Über UMWEGN

Seit 2016 schreibe ich nun auf UMWEGN. Das alles startete in Begleitung zu meinem Buch und mehr als ein Experiment. Mittlerweile möchte ich das Buch, den Blog oder den Podcast nicht mehr missen. Auf UMWEGN geht es um Gesellschaft, Kommunikation, Selbstentwicklung und hin und wieder um philosophisches. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

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