Resultate: Wie wichtig sind sie wirklich?

Dienstag, der 17. März 2020: Es ist 18:27 und ich habe nicht so wirklich Lust darauf einen Blogbeitrag zu verfassen. Die ganze Welt ist in Aufruhr über das Coronavirus und ich fühle mich nur verpflichtet einen Blogbeitrag für dich zu schreiben.

Das Thema habe ich sogar schon: Resultate und Ergebnisse.

Aber irgendwie möchte meine Motivation nicht rauskommen. Es ist schon fast so, als sei sie in Quarantäne…

Doch weiter prokrastinieren kann ich irgendwie auch nicht. Warum habe ich diesen Blog nochmal?

Ach ja, weil ich euer Feedback so liebe. Ich erinnere mich daran, dass ich bei den letzen Beiträgen sogar Kommentare von dir bekommen habe und ich freue mich, dass du kommentiert hast.

Genau deshalb mach ich das! Weil ich das Ergebnis so liebe.

Das Resultat: Etwas erschaffen zu haben

Weil ich es liebe, wenn ich beinahe aus dem Nichts etwas erschaffe. Einen Text, ein Bild vielleicht sogar eine Geschichte, die am Ende auch gelesen wird. Und dich sogar dazu bewegt, mir einen Kommentar dazulassen.

Es ist plötzlich nicht mehr wichtig, dass ich die Arbeit drei Stunden vor mir hergeschoben habe oder, dass ich mir zwei Stunden Zeit zur Erfüllung dieser Arbeit nehmen musste. Ich bin Stolz auf das Resultat und das ist nach getaner Arbeit das, was zählt!

Oder?

Das glaube ich zumindest.

In vielen Produktivitätsratgeben heißt es, dass man einfach machen soll. Es heißt oft:

Done is better than perfect

Random “productivity guide”

“Fertig ist besser als perfekt”… aber stimmt das?

Diese Aussage soll wohl eher darauf aufmerksam machen, dass man sich nicht im Detail verlieren, sondern sich mit dem Wesentlichen auseinandersetzen soll.

Letzten Endes zählen natürlich die Ergebnisse!

Das Perfekte Ergebnis

Perfekte Resultate: Perfect Neon Schild
Photo by Jonathan Hoxmark on Unsplash

Natürlich ist es besser, überhaupt etwas vorweisen zu können. Das steckt auch in dieser Aussage. Wenn du dich ewig mit Kleinigkeiten aufhältst und zur Deadline nichts vorweisen kannst, weil du das Wesentliche vernachlässigt hast, dann ist es auch offensichtlich besser etwas unperfektes fertig zu haben, als etwas potenziell perfektes nicht fertig zu haben.

Möglicherweise können Projekte aber nicht perfekt sein. Vielleicht müssen wir uns an dieser Stelle von der Illusion des perfekten Projekts und der Vollendung dessen zu einer bestimmten Zeit verabschieden. Es kann doch sein, dass perfekte Projekte ständig verbessert und bearbeitet werden müssen. Vielleicht heißt Perfektion einfach stetiges Weiterarbeiten.

Das würde für dich und mich bedeuten, dass es so etwas wie das Perfekte Ergebnis gar nicht gibt und sich die genannte Aussage oben bewahrheitet.

Heißt das aber im Umkehrschluss, wenn du dir im Hinterkopf behältst, dass Ergebnisse am meisten Zählen, dass wir das potentiell perfekteste Resultat erzielen müssen. Also ein Projekt so gut es geht umsetzen, aber dennoch fertig bekommen?

Ja, klar. Das ist ja so offensichtlich, wie zu sagen, dass der Himmel blau ist.

Die Zeit die uns entzweit

Nicht zu vernachlässigen, falls du dir nur die Ergebnisse von etwas ansiehst, ist die Zeit, die in das Projekt geflossen ist.

Diese wird so, so oft übersehen. Möglicherweise auch deshalb, weil wir von uns selbst ausgehen und uns (mal abgesehen von unseren erbärmlichen Schätzskills) meist maßlos überschätzen und die Arbeit als einfach und schnell deklarieren. Warum ist das Ergebnis dann nicht besser?

Viele Manager bezweifeln in solchen Situationen die Fachskills ihrer Mitarbeiter. Wobei sie vielleicht eher die Zeitmanagementskills oder Kommunikation verantwortlich machen sollten.

Aber das sieht man eben meistens nicht, wenn man nur das Resultat eines Projekts betrachtet.

Deshalb scheint es ganz oft unfair. Weil manche von uns Dinge schnell und gut hinbekommen und andere nicht. Und wenn du dann versuchst dich zu rechtfertigen, wie lange du dich hingesetzt hast, um dieses oder jenes zum Beispiel zu recherchieren, dann macht es das nicht besser.

Schnell kommen Gegenfragen, wie:

  • Warum hast du nichts besseres gefunden?
  • Wie ineffizient recherchierst du?
  • Warum brauchst du so lange und x nicht?

Und plötzlich sind andere besser als du, dabei wolltest du nur verdeutlichen, wie viel Zeit und Mühe du in diese Sache gesteckt hast.

Das war aber leider nicht die Frage, es ging um die Ergebnisse verdammt nochmal! Nicht um deine kostbare Lebenszeit…

Resultate: Wirklich so wichtig?

In unserer Gesellschaft sind Resultate Einheiten von Fortschritt. Ohne Resultate geht es nicht voran und deshalb werden sie so in den Himmel gepriesen. Dagegen stellen können wir uns nicht so wirklich. Auch dann nicht, wenn wir “Der Weg ist das Ziel” in unseren Whatsapp Status schreiben.

Wenn du das natürlich für dich selbst so siehst, dann bist du vielen Leuten einen Schritt in Richtung eines erfüllten Lebens voraus.

Jetzt ist es 19:20. Zwischenzeitlich habe ich 15 Minuten weiterprokrastiniert. Das ist das Ergebnis meines Blogposts auch wenn es irgendwie kein richtiges Ergebnis zu sein scheint.

Hast du Gedanken dazu dann schreib sie mir doch in die Kommentare!

Ich freu mich von dir zu zuhören!

Vielen Dank und

bleib auf UMWEGN!

Über UMWEGN

Seit 2016 schreibe ich nun auf UMWEGN. Das alles startete in Begleitung zu meinem Buch und mehr als ein Experiment. Mittlerweile möchte ich das Buch, den Blog oder den Podcast nicht mehr missen. Auf UMWEGN geht es um Gesellschaft, Kommunikation, Selbstentwicklung und hin und wieder um philosophisches. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

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