Schnell berühmt werden! Teil I – Das Problem

Hahaha…hast jetzt nicht ernsthaft gedacht, dass ich dir hier eine Anleitung gebe, wie man schnell berühmt wird, oder?

Geht nämlich nicht.

Als schon, aber es ist die Ausnahme.

Das American-Dream-Phänomen

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Folgendes Problem: Ich weiß nicht ob es das vielleicht schon unter anderem Namen gibt, aber ich verwende immer gern den Begriff des “American-Dream-Phänomens”. Das beschreibt den Umstand, dass wir nur die Erfolgsgeschichten mitbekommen, nicht jedoch die Geschichten von Menschen, die gescheitert sind.

Ist es nicht so, dass wir den American Dream als unglaublich erachten?

Ihn als erstrebenswert und als erreichbar sehen?

Und manipulieren uns die sozialen Netzwerke dahingehend so, dass wir ihn als einfach umsetzbar anerkennen?

Ja, ja und…ja.

Aber warum ist das so?

Aufgrund des American-Dream-Phänomens.

Ja, es scheint zu stimmen, das Silvester Stallone auf der Straße gelebt hat, bevor er mit Rocky berühmt wurde. Und auch Matt LeBlanc war ganz schön tief gesunken, bevor er für “Friends” gecasted wurde. Und etliche Tech-Businesses sind in Garagen entstanden. Auch das mag stimmen.

Aber was ist mit den hunderten oder gar tausenden, die ebenfalls auf der Straße leben und die nicht durch viel Glück für eine Serie gecasted werden, die unglaublichen Erfolg feiern wird? Oder die mit ihrem selbst geschriebenen Skript einen Film drehen dürfen?

Was ist mit denen?

Ja…puh…kein Plan, ne?

Und darin liegt die Crux. Wir hören nur von den Erfolgsgeschichten. Ja, auch viele, wenn nicht alle sind holprig und beginnen meist ganz weit unten, aber es verbindet sie alle eine Sache. Am Ende sind die Menschen berühmt und reich geworden.

Siehst du hier das Problem? Für die Gescheiterten interessiert sich niemand, solange sie nicht doch irgendwann gewinnen. Deshalb erscheint uns dieses “Vom Tellerwäscher zum Millionär” so erreichbar. Es haben ja schon so viele geschafft.

Das Ende der kreativen Berufe?

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Und, sie haben es am Ende nicht nur alle geschafft, sondern es waren auch alle äußerst kreative Menschen.

Und auch heutzutage ist es noch möglich mit einem kreativen Beruf erfolgreich und bekannt zu werden. Das Problem dabei ist folgendes: Wenn wir uns nicht gerade mit dem Finden von kreativen Lösungen beschäftigen, ist es schwer mit einem kreativen Beruf erfolgreich zu sein.

Dich stellt niemand ein, als Sänger, als Künstler oder als Buchautor. Die Leute “brauchen” dich nicht. Die kreativen Menschen kommen zu denen. Niemand sucht nach kreativen Leuten in diesen Bereichen. Die kommen von selbst angelaufen und das ist das Ding.

Wie setzt man sich dann dabei durch?

Wie stichst du heraus?

Warum soll dich ein Label unter Vertrag nehmen oder ein Verlag dein Buch herausgeben?

Warum DU?

Wann man bereits eine Personenmarke ist, dann ist das einfach. Man sieht das bei Autoren sehr gut. Wenn du dir mal die Buchcover von bekannten Autoren anguckst, dann ist der Name meist deutlich größer geschrieben als der Buchtitel. Weil die Leute den Autor kennen. Da kann es dann gut sein, dass das Buch ausnahmsweise mal ultra scheiße ist, aber weil der einfach bekannt ist, kaufen die Leute das.

Und genau das lassen uns die sozialen Medien auch glauben. Das wir das schaffen können. Wenn ich viele Follower habe, dann kann ich auch Geld machen, weil die das Zeug kaufen was ich denen in die Kamera halte. Genauso funktioniert ja auch Influencer-Marketing und diese ganze Affiliate-Chose.

Es wird auch immer häufiger verlangt ein sogenanntes Mediakit bereitzustellen. Sprich deine Socialmedia Erfahrung. Wie viele Menschen dir hier und dort folgen, was deine Zielgruppe ist und so weiter und so fort. Und anahand davon wirst du dann für Werbung usw. ausgewählt. Es ist meist so: Je mehr Follower, desto besser. Aber da muss man auch erstmal hinkommen.

Es scheint so als ob es deutlich einfacher geworden ist, bekannt zu werden. Tatsächlich ist es aber beides, leichter und schwerer geworden.

Wie das geht?

Naja, du hast die Möglichkeit viele viele tausend Menschen durch Socialmedia zu erreichen. Das war früher nur über Radio, Zeitung oder TV möglich und dort reinzukommen war schon echt ein dickes Ding. Da musste man schon eine Lokalberühmtheit sein.

Gleichzeitig können aber auch genauso viele viele tausend Menschen ihren eigenen Content den anderen Menschen über Socialmedia unter die Nase halten. Die Konkurrenz ist also gleichzeitig viel größer. Und sich dabei durchzusetzen ist abermals schwer.

Und dann fragen wir uns: Warum werden Leute wie Kim Kardashian berühmt?

Die können wirklich überhaupt nichts.

Ja, unfair!

Aber die Menschheit ergötzt sich nun mal an Drama und Problemen anderer, an Klatsch und Tratsch und an eigentlich allem, dass sie von ihren eigenen Problemen ablenkt. Deshalb funktionieren auch solche Sachen wie RTL gut.

Ach so und natürlich auch an Sex.

Wie konnte ich nur den Satz “Sex sells” vergessen…

Am besten ist es natürlich, wenn das ganze dann schön gratis irgendwo im Internet herumschwirrt. Dann darf das natürlich nicht auf solchen anstößigen Websites hochgeladen sein, die teilt man ja nicht untereinander, sondern “mitten” im Internet. Wo einfach viele Menschen unterwegs sind.

Warum funktioniert das aber bei dir nicht?

Okay okay, du willst dich nicht halb oder sogar ganz nackt auf Instagram inszenieren, klar.

Und du willst auch nicht dein gesamtes Leben in deiner Instagramstory teilen, verständlich.

Du bist kreativ und das willst du der Welt zeigen. Du erschaffst Dinge, damit sich auch andere Menschen daran erfreuen, aber warum, gottverdammt, wirst du nicht bekannt, aber diese Likehuren schon?

Das verate ich dir im nächsten Blogpost!

Darin geht es dann weiter mit:

  • Das Problem: Das Filternet
  • Ads from Hell
  • Der Lösung
  • und dem Fazit

Allerdings musst du dich noch eine Woche gedulden, aber vertrau mir, es lohnt sich!

Viele Dank fürs Lesen und

Bleib auf Umwegn! 😉

 

“Success” Photo by Japheth Mast

“Flag” Photo by Samuel Branch

“Sketching” Photo by Štefan Štefančík

7 Antworten auf „Schnell berühmt werden! Teil I – Das Problem“

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