Wie schafft ihr es so viele Serien zu schauen?!

Serien schauen
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Leute jetzt mal ernsthaft: Wie schafft ihr es verdammt nochmal so viele Serien zu schauen?

Zwischen Uni, Arbeit, Freunden, Sport und anderen Hobbies und auch noch den Haushaltsaufgaben finde ich ums verrecken keine Zeit auch noch Serien anzuschauen. Wie macht ihr das und wo nehmt ihr die Zeit her?

Warum schaff ich es nicht Serien zu schauen?

Ich habe dazu jetzt zwei Theorien:

  1. Ich bin unfassbar ineffizient in allen Dingen, die ich so tue, oder
  2. das einzige was ihr tut ist essen und Serien schauen

Vielleicht schaff ich es auch einfach mittlerweile nicht mehr so viele Serien zu schauen. Ich erinnere mich noch daran, das auch ich vor einiger Zeit noch Serien durchgebinged habe, aber jetzt scheine ich einfach keine Zeit mehr dafür zu haben. Weshalb?

Vielleicht liegt das auch daran, dass ich viele Serien nicht mehr so catchy finde. Die meisten sind, joa, ich würde mal sagen: „ganz Nett“, aber das war es dann auch schon. Ich bin von keiner Serie derart ergriffen, dass ich das Verlangen habe, die nächsten sechs Stunden auf dem Sofa zu liegen und in die Flimmerkiste zu starren. Mir reichen einfach ein paar Folgen, meistens zwei, und dann habe ich schon keine Lust mehr.

Mittlerweile bin ich sogar soweit, -und ja ich weiß, dass manche von euch das als psychopathisches Verhalten bezeichnen- dass ich mitten in der Staffel mit einer Serie aufhöre, wenn sie mir nicht gefällt, langweilig wird, oder ich dann doch keine Zeit mehr finde weiterzuschauen. Dann lass ich es einfach und vergesse meistens genauso schnell, wie ich die Serie angefangen habe, dass ich bereits mittendrin gesteckt habe.

Damit wische ich nebenbei auch ganz besonders den Serienautor:innen eins aus, die immer diese blöden Staffelfüllerfolgen schreiben, in denen einfach gaaaar nichts passiert.

Ich habe das Gefühl, dass mir das Serienanschauen oder eher das Seriennichtanschauen meinen Drang Dinge abzuschließen genommen hat. Natürlich mache ich nicht so verrückte Dinge, wie die Folge mittendrin zu beenden, nein nein, aber eine Staffel? Das klappt mittlerweile recht gut.

Wie nur? WIE?

Nichts desto trotz, fasziniert mich weiterhin, nicht nur, dass so viele gefühlt ständig Serien schauen, sondern auch, wie man bei dieser unglaublichen Masse an Material überhaupt eine Entscheidung treffen kann. Was schaue ich als nächstes? Was hat mir gefallen?

Manchmal habe ich eher den Eindruck, dass viele einfach bei Vollendung der einen Serie, den Algorithmus sein Ding tun lassen und dann einfach den Vorschlag für die nächste Serie annehmen. Schön die Entscheidung abnehmen lassen und ohne den Finger krümmen zu müssen den nächsten Scheiß reinziehen. #nice

Und dann sind die auch noch so lang. Das ist immer gleich so ein richtiges Commitment. Ein 45-minütiges Commitment! Das ist eine Schulstunde und 90 Minuten in Mark. Puh. Ich bin für so etwas glaube ich nicht bereit.

Die Serie ist mittlerweile abgedreht

Die Serie ist abgedreht
Photo by Donald Edgar on Unsplash

Andererseits ist es auch nicht mehr so wichtig, wie vor ein paar Jahren. Da hatte ich das Gefühl, dass sich die Kultur außschließlich um das Anschauen von Serien drehte. Game of Thrones, Breaking Bad, etc. MUSSTE ich gesehen haben, sonst war es schwierig ein Gespräch aufrechtzuerhalten.

Vielleicht lag das auch daran, dass meine Filterbubble, also Personen in meinem Alter, einfach nicht so viel anderes zu tun hatten. Schule/Studium klar, aber das ist einfach nicht so spannend und da passiert nicht so mega viel. Des Weitern waren Serien und vor allem Netflix der heiße Scheiß und ein Abonnement war essenziell.

Glücklicherweise ist das Größtenteils abgeflacht. Andere Dinge sind in den Fokus gerückt, wie Arbeit, Wohnungssuche, Partner:in, etc..

Bis natürlich etwas neues kommt.

Metaverse – Die neue Serie

Möglicherweise wird das „Metaverse“ das neue Netflix. Dann ist und kann man nicht mitreden, wenn man nicht mit seinem Avatar durch die virtuelle Welt latscht und genau das gleiche macht, was man auch im realen Leben tun könnte (nur mit cooleren Outfits und Effekten).

Es bleibt auf jeden Fall spannend. Manche Leute hegen gegenüber dem Metaverse jetzt schon Ängste, dass es süchtig macht, die zwischenmenschliche Kommunikation darunter leidet, wir noch mehr konsumieren, bla bla bla.

Die einzige Frage, die sich mir dabei gerade stellt ist: Wie um alles in der Welt soll ich das auch noch in meinen Tag quetschen?

Ich hoffe einfach, dass sich das nicht etabliert oder hingegen so dermaßen etabliert, dass wir beinahe unser gesamtes Leben á la Matrix dort verbringen. Dann würde sich alles zeitlich wieder ausgehen.

So jetzt sind wir tatsächlich irgendwo ein bisschen falsch abgebogen. Nichtsdestotrotz haben empfinde ich es faszinierend, wie viele Serien produziert und konsumiert werden.

Was meinst du? Und was schaust du gerade? Schreib mir deine Empfehlung doch einfach in die Kommentare und ich werde sie mir bestimmt nicht zu Herzen nehmen!

Vielen Dank fürs Lesen, viel Spaß bei deiner nächsten Episode und

bleib auf UMWEGN!

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Von UMWEGN

Seit 2016 schreibe ich nun auf UMWEGN. Das alles startete in Begleitung zu meinem Buch und mehr als ein Experiment. Mittlerweile möchte ich das Buch, den Blog oder den Podcast nicht mehr missen. Auf UMWEGN geht es um Gesellschaft, Kommunikation, Selbstentwicklung und hin und wieder um philosophisches. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

5 Kommentare

  1. Bei dem Beitrag hatte ich das Gefühl, dass du wieder mehr Elan fürs schreiben hast. Liest sich frisch und schön. Danke dir!

    Das neue Design am Handy ist auch sehr angenehm zum lesen 👍🏼

  2. Stimme dir vollkommen zu, dass es bei Netflix viel zu viel Auswahl mittlerweile gibt, aber letztendlich keine Serie richtig gut ist, und man sehr häufig abbricht. Mittlerweile wähle ich direkt nur noch eine aus, die 1 Staffel hat, oder max. 2, Serien mit 4 und mehr Staffeln habe ich aber immer schon aus Prinzip nicht angeschaut, außer Friends (als absolute Ausnahme).

    Man muss das eben für sich selbst entscheiden, ob es einem Wert ist so lange vor der Glotze zu sitzen, statt was Aktiveres zu machen. An einem ekligen Wintertag kann man das schonmal machen, oder abends wenn man nach dem Arbeitstag abschalten will, und im Fernsehen auch nur Trash-TV läuft. Meistens wählt man aber auch eine Serie, weil man nicht einen ganzen langen Film schauen will, schaut dann aber doch 2 Kapitel, und es kommt auf die gleiche Zeit raus… habe deshalb entschieden, lieber einen guten Film in 2 Teilen zu schauen (wenn man nicht so viel Zeit hat), statt 2 Kapitel einer schlechten Serie.

    Und vom sozialen Umfeld darf man sich auf keinen Fall unter Druck setzen lassen, es muss doch auch andere Gesprächsthemen geben, als was in Serien passiert, oder?

    Letzte gute Serie, die ich gesehen habe : The Serpent, reißt mega mit, basiert auf wahren Begebenheiten (was sie noch faszinierender macht) und hat auch nur eine Staffel!

    1. Hey hey,
      erstmal danke für dein Kommentar!

      Genau das ist es. Ich habe aber auch das Gefühl, dass dieses Serien gegucke mittlerweile wieder an Bedeutung verloren hat. Vor ein paar Jahren war es noch sehr viel wichtiger mitreden zu können. Das ist, zumindest in meinem eigenen Umfeld, deutlich wieder abgeflacht mit Ausnahme von so Hype-Serien wie Squid Game.

      Vorteilhaft ist ja auch, das viele Leute das Thema wechseln, sobald sie merken, dass ein oder zwei Personen in der Runde nicht mitreden können.

      Nichtsdestotrotz kann man sich davon unter Druck setzen lassen.

      Aber wie du schon schreibst, man muss das mit sich selbst ausmachen und einfach schauen, was für einen wichtig ist.

      Und damit liebe Grüße
      Lorenzo

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